Auf die Haltung kommt es an
Gewaltfreie Kommunikation ist keine Kommunikationsmethode.
Es ist eine Haltung, die wir aufbauen, so dass es uns gelingt, achtsam und wertschätzend mit unseren Mitmenschen umzugehen und zu kommunizieren:
Klar, effektiv, wertschätzend und verbindend.
Mein Weg zur Gewaltfreien Kommunikation
was mich schon immer beschäftigt hat
Hochmotiviert begann ich nach meinem Studium meine Laufbahn als SAP-Beraterin. Ich führte Software in großen Unternehmen ein und stellte dabei schnell fest, dass Fachwissen alleine nicht ausreicht.
Der Projekterfolg hing entscheidend davon ab, wie gut es uns gelang, die Mitarbeitenden unseres Kunden einzubinden und dabei ihre Sorgen und Nöte ernst zu nehmen.
Das war nicht immer einfach. Oftmals fragte ich mich, wie wir besser miteinander umgehen könnten.
Was beschäftigt die Kundenmitarbeiter*innen wirklich?
Wie gehe ich mit einem Mitarbeiter um, der unser Projekt boykottiert?
Heute weiß ich: Schon damals suchte ich nach einer Form der Kommunikation, die klar, respektvoll und verbindend ist.
Beruflicher Hintergrund
Inzwischen arbeite ich als Ausbilderin in einem Berufsförderungswerk.
Neben der Vermittlung fachlicher Kenntnisse, begleite ich Menschen dabei, ihren Weg zurück ins Berufsleben zu finden.
Ich stelle mir regelmäßig Frage, wie ich einerseits einfühlsam auf die Sorgen und Ängste der Teilnehmenden eingehen kann und sie gleichzeitig dazu ermutigen kann, ihre Ängste zu überwinden und Verantwortung für ihren eigenen Weg zu übernehmen.
Lernen durch Beziehungen
Als Mutter ist mir eine gute Beziehung zu meinen Kindern äußerst wichtig.
Dabei tauchten neue Fragen auf:
Wie begegne ich einem Kind, das sich mitten in der Autonomiephase befindet?
Wie reagiere ich, wenn ein Teenager ganz andere Vorstellungen vom Leben hat, als ich?
Und manchmal verstand ich bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Asylbewerberheim nicht, warum Menschen so handelten, wie sie es taten.
All diese Erfahrungen führten mich näher zu dem Thema, das mich heute begeistert: Wie gelingt echte Verbindung zwischen Menschen?

Mein weg zur gewaltfreien kommunikation
Wie können wir besser miteinander umgehen?
Wie gelingt eine bessere Kommunikation?
Kommunikationsseminare, Bücher über Kommunikation und Pädagogik fand ich schon immer sehr spannend und auch hilfreich. Dabei lernte ich auch Schulz von Thun mit „Miteinander Reden“ kennen. Seine Modelle begleiten mich schon seit 30 Jahren, beruflich und privat. Für den Umgang mit Kindern bin ich u.a. von Jesper Jules und Herbert Renz-Polster sehr angetan.
2019 bekam ich das Angebot zur Zusammenarbeit von Johannes, einem Führungskräftetrainer. Als wir uns mit der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg auseinandersetzten, war ich anfangs skeptisch. Was meint der denn mit „gewaltfrei“? Warum soll ich bei der Bitte bleiben, wenn ich möchte, dass mein Kind seine Jacke nicht auf den Boden im Flur werfen soll? Ist es nicht meine Aufgabe als Mutter, das einzufordern, wenn das Kind es nicht tut?
Ein Buch von Gabriele Seils, in dem die Autorin Rosenberg interviewte, öffnete mir die Augen. Stundenlang sprachen Johannes und ich über die faszinierenden und manchmal auch etwas provokanten Aussagen von Rosenberg. Ach ja, und ich lernte auch, wie sich das Thema mit der Jacke auf dem Boden ohne Forderungen, dafür jedoch mit den 4 Schritten lösen lässt.
Stück für Stück begann ich zu begreifen, um was es wirklich ging und war begeistert. Ich hatte die Antwort auf viele meiner Fragen gefunden.
Warum Gewaltfreie Kommunikation?
Was mir an der Gewaltfreien Kommunikation so gut gefällt, ist erstmal ihre Logik. Als Mensch, der gerne logisch und strukturiert vorgeht, ist mir das wichtig.
Gleichzeitig geht die Gewaltfreie Kommunikation tief. Wir fangen an zu verstehen, was tief in uns und beim Gegenüber lebendig ist.
Erst wenn ich weiß, um was es mir wirklich geht, kann ich herausfinden, was mir wirklich helfen könnte. Wenn ich das weiß, dann kann ich mein Gegenüber gezielt um etwas bitten, was zu meinem Wohlergehen beiträgt.
Und das Ganze ist keine Einbahnstraße, sondern hilft auch, herauszufinden, was mein Gegenüber brauchen könnte.
Es entsteht mehr Verständnis, es entsteht wertschätzender Austausch und das erhöht die Chance, dass wir beide das bekommen, was wir brauchen.
Wegkommen von gegenseitigen Schuldzuweisungen, hin zu einer Haltung, dass jeder von uns mit allem, was er tut, (unbewusst) dafür sorgt, seine Bedürfnisse zu erfüllen.
Und dann können wir einen Weg finden, mit dem es uns allen besser geht.
Und auf diese Weise schaffen wir es, so miteinander zu sprechen, dass wir verstehen, worum es wirklich geht. Und wenn wir das verstanden haben, dann gibt es plötzlich Möglichkeiten, an die wir zuvor gar nicht gedacht hätten.
Gewaltfreie Kommunikation ist keine Kommunikationsmethode. Es geht nicht darum, wie wir sprechen sollen. Es geht stattdessen darum, dass wir eine Haltung aufbauen, mit der es uns gelingt, achtsam und wertschätzend mit uns selbst und mit unseren Mitmenschen umzugehen und zu kommunizieren.
Klar, effektiv, wertschätzend und verbindend.
Vita
2023-2025
Seminarassistenzen bei Peter Schmid, Hospitation bei Alexio Schulze-Castro
2022-2023
Mediationsausbildung
80 Stunden Nachbarschaftsmediation bei Anja Huber über kbw
2022 Mental Health First Aid
seit 2021: diverse Kommunikationsseminare im Auftrag des
Berufsförderungswerk München gehalten
2020-2021 Trainer:Innenausbildung Gewaltfreie Kommunikation
bei k-Training
Konzept der Ausbildung von Klaus Karstädt in enger Zusammenarbeit mit Marshall Rosenberg
TrainerInnen waren Lorna Ritchie, Peter Schmid, Anja Paliza, Olaf Hartke, Alexio Schulze-Castro, Friedrike Kahlau-Karstädt
2019
Einführungsseminar Gewaltfreie Kommunikation
bei Elisabeth Sachers
2019-2021
Zusammenarbeit mit Johannes Schmidt, Führungskräftetrainer: gemeinsame Erarbeitung von Themen
2019
diverse Kommunikations- und Präsentationsseminare besucht,
u.a. bei Karolina Höcker
seit 2016
Trainerin und Ausbilderin in einem Berufsförderungswerk
2015 – 2018
ehrenamtliche Mitarbeit im Helferkreis
1998 – 2005
SAP- Unternehmensberaterin
1991 – 1997
Studium der Betriebswirtschaftslehre,
Abschluss als Diplom-Kauffrau

Und jetzt freue ich mich darauf, meine positiven Erfahrungen mit der Gewaltfreien Kommunikation mit Euch zu teilen.

